Zum FNP 2030 des GVV Hardheim-Walldürn haben die Freien Wähler bereits mehrfach, zuletzt am 4.9.2018, fristgerecht Stellung genommen.

Bei allen Flächenausweisungen favorisieren wir die Nutzung innerörtlicher Potenziale und die Umnutzung von Leerständen. Qualitativ gute Nachverdichtung, einladende Plätze und Freiräume schaffen gute Nachbarschaft, z.B. auch in nutzungsgemischten Quartieren.

Generell soll – egal ob Wohn- oder Gewerbeflächen – nach dem Grundsatz der bedarfs-gerechten Erschließung gehandelt werden. Gute Beispiele dafür sind Leinenkugel oder Neuer Wasen, Flächen, die wir immer unterstützt haben. Am Herzen liegen uns z.B. noch die Flächen „Roter Weg“ bis zur Kaserne, Auf der Heide oder gegenüber der Leinenkugel.

Auch sonst klaffen viele Lücken in allerbesten erschlossenen Lagen.

Dem ungebremsten Flächenfraß aufgrund eines Überbietungswettbewerbs der Kommunen

um jeden möglichen Einwohner – bevorzugt junge Familien – ist aus ökologischer und ökonomischer Sicht entgegen zu wirken. Versiegelung und Landschaftsverbrauch sind irreversibel. Umfangreiche Erschließungs- und Unterhaltungsmaßnahmen belasten Stadtkassen und Personal.

Die mangelnde Verkaufsbereitschaft der Privateigentümer darf kein Argument sein für das Ausweichen auf die grüne Wiese, die auch nicht in öffentlicher Hand ist. Zudem werden umfangreiche Ausgleichsflächen benötigt.

Für den Erhalt des gewachsenen Charakters und der Lebensqualität der Ortsmitten ist die dauernde Anstrengung für die Innenentwicklung ohne Alternative.

Wir lehnen neue Erschließungen nicht generell ab, aber gerade wegen der Verantwortung zum Erhalt unserer Lebensgrundlagen für nachfolgende Generationen stehen wir der weiteren Umwandlung des Vorderen Wasens ablehnend gegenüber.


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