Leserbrief „ Alternativen einfordern“ zur Erschließung des Gebiets „Leinenkugel“

Fränkische Nachrichten 23.5.19  

Ja, die Bauplatzgrößen im Gebiet Leinenkugel könnten kleiner sein. Anstatt der vorgesehenen 16 Plätze könnten u.U. ca. 2-4 Plätze mehr aus der Fläche herausgeholt werden. Dies ist auf jeden Fall der Überlegung wert und wurde im Technischen Ausschuss auch angeregt. Alternativen vorzuhalten, unabhängig ob es um Bauplätze oder sonstige Vorhaben geht, wird definitiv zu wenig praktiziert und wurde von uns schon öfter reklamiert unter anderem in unseren Stellungnahmen zum Haushalt 2018 und 2019.

Dass die Mitbürger Horst Forster und Ulrich Arnold verwundert sind über die Beschlussfassung im Gemeinderat am 20.5.19 zur Leinenkugel verwundert wiederum die Freien Wähler.

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die beiden bei der Kommunalwahl 2019 Kandidaten auf der Liste der DCB sind und insofern nicht einfach nur Zuhörer bei einer Gemeinderatssitzung.

Die größere Verwunderung hätte bei den beiden doch wohl die Zustimmung der fünf DCB Gemeinderäte zur Leinenkugel auslösen müssen. So groß waren die Bedenken und der Wunsch nach Alternativen bei der DCB dann wohl doch nicht.

Auch hätte die DCB (sowie CDU, SPD, WAL) beim Tagesordnungspunkt „Gestaltung von Grünflächen nach Bebauungsplänen“ sich für weniger Versiegelung und den Erhalt von Lebensraum entscheiden können und hat es nicht getan. Dieses Thema lag seit Januar als Antrag der Freien Wähler auf dem Tisch.

Bei fristgerechten Stellungnahmen u.a. zum Flächennutzungsplan 2030, haben die Freien Wähler regelmäßig ein Alleinstellungsmerkmal. Jedes Mal wurden von uns detailliert Vorschläge gemacht zur Erschließung kleinerer Grundflächen und Ergänzung vorhandener Bebauung.

Also – die Freien Wähler machen ihre Hausaufgaben, nehmen Stellung und lehnen, wo nötig auch ab. Als Beispiel dafür stehen unsere Aussagen zur Erweiterung Vorderer Wasen (FN 16.5.19). Bei der Fläche Leinenkugel halten wir eine schnellstmögliche Erschließung für vordringlich.

 

Aber in Wahlkampfzeiten herrschen wohl besondere Regeln. Schade!

 


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